GEDANKEN ÜBER DANKBARKEIT........

 

Möglicherweise ist mir eine gewisse Dankbarkeit in die Wiege gelegt worden. Manchmal kam es mir fast so vor, als sei ich "krankhaft" dankbar wenn ich mich für eine Gefälligkeit über Jahrzehnte verpflichtet fühlte. Inzwischen hat sich das auf normalem Niveau eingependelt.

Allerdings gibt es täglich viele Möglichkeiten dankbar zu sein - z.B. darüber, dass wir in  einem  Land mit grünen Wiesen, sanften Hügeln, Bergen und viel Wasser geboren sind und nicht in einem trostlosen, trockenen Gebiet. Allein diesen Gedanken kann man weiterspinnen..........bei uns herrscht Frieden, Ordnung wenn auch keinesfalls immer und überall, denn es muss ja im eigenen Haus beginnen was leuchten soll im Vaterland...........Der Auslöser zu diesen Gedanken ist eine Reportage über die  Kontrolle der ankommenden  Asylanten am Flughafen Zürich. Ich  habe mich gefragt, wie man es schafft, jeden Tag mit diesen verzweifelten Menschen arbeiten zu können.  Wie schafft man es, echte von anderen Flüchtlingen zu unterscheiden, zu glauben oder zu zweifeln........... Wie geht man mit dem eigenen Ärger um, wenn Abgewiesene ausfällig oder gar agressiv  werden  - wenn man die Konsequenzen der Ungerechtigkeit in den Heimatländern dieser Menschen täglich vor Augen hat ?

Ich bin zutiefst dankbar, dass es nicht meine Verantwortung ist, mich damit befassen zu müssen. Aber die Probleme von Arbeitslosigkeit , Drogenabhängigkeit, Gesundheits- oder psychischen Problemen in unserem Land müssen von Menschen wie Du und ich bearbeitet werden. Ich stelle mir vor, dass sie sich oft furchtbar machtlos vorkommen müssen.

" Probleme sind verkappte Möglichkeiten".............. diese Aussage hat mich sehr angesprochen und nach einigem Nachdenken über eigene Probleme bin ich zur Ansicht gekommen, dass das wirklich wahr ist. Obwohl niemand gerne Probleme hat sind es doch gerade Menschen mit einem mühsamen Lebensweg, die oft ausgesprochen positiv auffallen, die eine innere Zufriedenheit ausstrahlen. Allerdings ist es auch möglich, dass die Ablehnung dessen, was das Leben so mit sich bringt zu einer Verbitterung führt, die für den Betroffenen wie auch für sein Umfeld sehr mühsam zu ertragen sind. Schafft man es hingegen, den erfreulichen Tatsachen mehr Aufmerksamkeit zu schenken als den negativen, ertappt man sich plötzlich dabei dass man mit Unerfreulichem anders umgehen kann. So wie es Tag und Nacht, Sonne und Regen, Winter und Sommer gibt - kann auch unser eigenes Leben nicht nur aus Sonnenschein bestehen. Wir würden gar nicht mehr realisieren, WIE gut es uns geht. Wenn wir die Sorgen und Nöte unseres Nachbarn nicht sehen mögen, gibt es gar keine Alternative als dass wir selber auch unseren Teil abbekommen..................

Deshalb..........

                         Wenn eine Glückssträhne Dich streift

               und Gutes Dir widerfährt geniesse es in vollen Zügen

               und sei dankbar dafür............

               denn Glück ist eine vergängliche Sache !

           

                                                                                     

 

 

 

 

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