Krankheit und Bachblüten
von
Sigrid meiner Bachblüten-Freundin
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Bach schrieb in einer einfachen und
klaren Sprache, sein Wissen über die Anwendungsbereiche und die Philosophie der
Bachblüten ist überschaubar und unkompliziert. Jeder kann Zugang dazu finden.
In „THE TWELVE
HEALERS“ schreibt er:
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*1.)
Es liegt jetzt nicht in meiner Absicht
eine umfassende Abhandlung über Bachblüten zu schreiben. Ich versuche lediglich,
die Blüten zu erfassen, die geeignet sein können, eine, für uns schwere
Krankheit zu begleiten.
Im allgemeinen
stehen wir in solch einem Fall vor vielfältigen Problemen. Jeder Mensch reagiert
auf seine eigene individuelle Art, je nach seinem Charakter, seinen Eigenarten,
seinen Gefühlen, den momentan vorherrschenden und denen, die wir schon länger
mit uns herumtragen. Beginnen wir mit der
Was mir da
spontan als erstes einfällt, das ist die Angst. Angst, Unsicherheit und die
Gedanken kreisen immer um das gleiche Thema. Fangen wir doch damit einmal an.
Als erstes Mittel der Wahl ist RESCUE,
das Notfallmittel der Bachblüten angezeigt, es ist einfach zu handhaben und ist
Hilfe in vielen kleineren und größeren Notfällen. Normalerweise gibt es keine
vorgefertigten Mischungen in der Bachblütentherapie, mit eben dieser einen
Ausnahme:
RESCUE REMEDIE: Hier hat Bach als
einzigste Kombination ein wirksames und hilfreiches Mittel zusammengestellt. Es
enthält 5 Blüten, die in Notfallsituationen, wie der Name schon sagt, angewendet
werden können. In den Rescuetropfen sind folgende Blüten enthalten:
CHERRY PLUM => Angst, gedanklich und
körperlich die Selbstkontrolle zu verlieren
CLEMATIS => Drohende oder eingetretene
Bewusstlosigkeit
IMPATIENS => Extreme innere Anspannung,
Fluchtreaktion
ROCK ROSE => Panikgefühle, Todesangst
STAR OF BETHLEHEM
=> Lähmung und Schock
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Um mit RESCUE umgehen zu können, muss
ich nicht lange lesen, ich gebe einfach einige Tropfen (3 – 4) in ein Glas
Wasser und trinke es schluckweise. Im Notfall kann das Mittel auch direkt auf
die Lippen geträufelt werden, was bei Ohnmachten äußerst hilfreich ist. Die
Rescue-Stockbottle gibt es in der Apotheke fertig gemischt zu kaufen und sollte
in keinem Haushalt fehlen.
Jetzt gilt es , die einzelnen Gefühle
differenzierter zu betrachten. Der Ausführlichkeit halber gehe ich noch einmal
auf die Angstblüten: Rock Rose und Cherry Plum ein, da sie durchaus auch in
einer individuellen Mischung eingebaut werden können.
Panikartige Angst:
Angst ist ein Urinstinkt. Panik wirkt lähmend
oder weckt den Fluchtinstinkt in uns. Ist schon aufgrund eines Verdachtes oder
in der Zeit der Diagnosestellung Panik vorhanden, dann hilft als erstes Mittel
der Wahl:
ROCK ROSE => In der Gruppe der Ängste
nimmt sie in Bach’s Werk die erste Stellung ein. Es ist das Notfallmittel
schlechthin für Situationen, „in denen es keine Hoffnung mehr zu geben scheint“
*1.) Hier in diesem Fall bei plötzlichen Erkrankungen.
In dieser Situation ist sicherlich auch
CHERRY PLUM sehr hilfreich. Einzeln wird es einer Mischung hinzugefügt, wenn ich
das Gefühl habe, mich selbst nicht mehr unter Kontrolle zu haben, irgend etwas
zu tun, was ich eigentlich nicht will. Das kann durchaus auch die Angst sein,
jetzt aus dem Fenster zu springen.
Es gibt aber auch eine andere Art von
Angst, die Angst vor konkreten Dingen – in diesem Fall die Krankheit selbst,
oder Angst vor den Schmerzen. Für diese Art der Angst ist MIMULUS wirksam. Wer
MIMULUS benötigt, der trägt die Furcht mitunter still und heimlich vor sich hin
und spricht nicht offen darüber mit anderen Personen.
ASPEN
(Zitterpappel) hilft bei einer unbestimmten Angst. Der rationell denkende
Mensch wird sich jetzt sagen: ‚Unbestimmte Ängste sind ja jetzt überhaupt
nicht angesagt.’ Es gibt aber durchaus Menschen, die schon bei dem Gedanken
daran, dass sie eine schwere Krankheit, z.B. Krebs haben können, vor lauter
Angst gepeinigt werden, sie haben alle möglichen Vorahnungen und werden von
Bangigkeit begleitet, der ASPEN -Mensch neigt zu ängstlichen Ahnungen, ist u.U.
vegetativ labil, ist wetterfühlig. ASPEN kann helfen bei:
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ASPEN vermittelt uns Lebensmut.
Wenn wir schon bei der Angst sind, dann
nehme ich hier bewusst auch noch die letzte Blüte dieser Gruppe in die
Auflistung mit hinein.
RED CHESTNUT: Sie ist wichtig, wenn wir
uns zu sehr um unseren Nächsten Sorgen machen. Schon allein der Gedanke, dass
ich schwer krank sein könnte, kann mich in Sorge um meinen Nächsten stürzen:
„Was wird aus meinem Kind?“ „Wie schafft mein Partner solch eine Belastung?“ und
ähnliches mehr. Hier hilft RED CHESTNUT, diese Angstgefühle wieder in
vertrauensvolle Gedanken zu ändern.
Häufig wird eine Emotion – in diesem
Fall die Angst – überspielt. Ich gestehe sie mir selber nicht ein und meinen
Nächsten geht es nichts an, wie es in mir aussieht. Trotz aller Umstände habe
ich immer einen flotten Spruch auf den Lippen und lasse mir nichts anmerken. Ich
selber fliehe u.U. auch die sorgenvollen Gedanken und lenke mich gezielt davon
ab. Hier kann AGRIMONY in Zusammenhang mit MIMULUS sehr gut helfen, ein
stückweit ehrlicher mit meinen Gefühlen umgehen zu können.
Wir sehen also insgesamt, dass schon
allein der Bereich der Ängste von Bach sehr sorgfältig beobachtet und
differenziert wurde. Gehen wir wieder in die Situation: DIAGNOSESTELLUNG hinein.
Schon allein die
Möglichkeit einer schweren Erkrankung ist für uns ein Schock. Ich gehe durch das
Leben und plötzlich trifft mich das Schicksal – Krankheit ist in mich
eingedrungen, es betrifft nicht nur den ‚anderen’. Dies muss verarbeitet werden,
um mich nicht zu lähmen. Als Seelentröster übernimmt STAR OF BETHLEHEM diese
Aufgabe. Diese Blüte ist in allen Lebenssituationen hilfreich, in denen wir
verletzt werden – ob körperlich oder seelisch, wenn wir unglücklich sind, Kummer
haben und des Trostes bedürfen. Dr. Blome schreibt dazu:
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Es ist nur natürlich, dass mein Denken
nun in der Hauptsache mit meiner Krankheit beschäftig ist. Dies kann so
belastend sein, dass ich keinen klaren Gedanken mehr fassen kann. Selbst wenn
ich mich bewusst von diesen Gedanken losreißen möchte, ertappe ich mich nach
wenigen Minuten wieder dabei, wie das ‚Gedankenkarussell’ kreist. Ich komme und
komme aus diesem Kreislauf nicht heraus und bin u.U. sogar weniger
leistungsfähig, müde, weil ich vor lauter Gedanken nicht richtig einschlafe und
die Nacht belastet ist durch diese immens durchdringenden Gedanken. Hier hilft
WHITE CHESTNUT, die Tatsachen zu relativieren und Ruhe zu finden vor den
quälenden Gedanken.
Dies sind situationsbezogene Blüten,
die akut helfen können. Die individuelle Reaktion auf einschneidende Ereignisse
sind aber noch vielschichtigerer, als wir denken. Jeder von uns hat einen
eigenen Charakter und auch die Blüten, die für meinen Typ geeignet sind, helfen
uns, mit dem Geschehen fertig zu werden. Der jeweilige Typ eines Menschen zeigt
sich häufig in Krisensituationen. Welche Gefühle habe ich? Reagiere ich immer
so?
Ich warte
ungeduldig auf das Ergebnis, es geht mir nicht schnell genug. Leide ich unter
dieser Anspannung, habe ich im Leben auch häufig ein schnelleres Tempo als mein
Nächster, dann brauche ich IMPATIENS, um wieder auf einen normalen Level zu
kommen.
Bin ich von Natur aus ein stiller und
zurückgezogener Mensch, so werde ich mit Sicherheit nicht gerade jetzt auf
andere Menschen zugehen können, sondern ich ziehe mich noch mehr in mein
Schneckenhaus zurück, in dem ich mich wohl fühle. Ich möchte mit mir allein
sein, ich suche die Einsamkeit. Von anderen Menschen werde ich manchmal als
arrogant eingeschätzt, das liegt aber nicht so unbedingt daran, dass ich selber
arrogant bin, sondern, dass ich u.U. tiefer denke und mich nicht an
oberflächlichen Gesprächen beteiligen möchte. Ich versuche hinter die Dinge zu
sehen, bin fähig und kompetent und kann auch sehr gut alleine sein. Aber als
WATER VIOLET – Typ habe ich Probleme über meine Probleme zu reden, ich komme in
Krisen aus meiner selbst gewählten Einsamkeit nicht heraus. Ein klärendes
Gespräch würde mir helfen, aber das schaffe ich nicht. Mit WATER VIOLET kann ich
meine innere Emigration überwinden und krankhafte Distanzen zu meinem
Mitmenschen abbauen.
Bin ich dagegen
ein HEATHER – TYP, dann wende ich mich mit meinen Sorgen nach außen hin. Mir
fällt das Alleinsein schwer, ich bin egozentrisch. Mein Fühlen und Denken rankt
sich um mich und meine Krankheit. Ich brauche meinen Nächsten, um reden zu
können, um mich darzustellen, Aufmerksamkeit zu bekommen. Überschreitet diese
Verhaltensweise das normale Maß, beginne ich aufdringlich zu werden, ich merke
nicht mehr, welche Grenzen ich überschreite, sämtliche Einzelheiten der
Untersuchungen werden explizit in allen Details geschildert. Durch meine
Verhaltensweise kann es geschehen, dass ich zurückgewiesen werde und dies
wiederum ruft in mir das Gefühl der Demütigung und Einsamkeit hervor
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Gehen wir in
unserer Reise rund um die Krankheit einmal einen Schritt weiter und gelangen nun
zu dem Themenkreis:
Die Diagnose ist gestellt, eine Aufgabe
liegt vor mir, die durchaus keine Kleinigkeit ist. Mein Leben hat sich
verändert. Im weiteren Verlauf müssen Entscheidungen getroffen werden. Welche
Therapie soll angewendet werden? Zu welchem Arzt gehe ich? Welches Krankenhaus
ist das Richtige? Nicht immer habe ich die Wahl, aber diese kann durchaus ein
Problem für mich werden, wenn ich verunsichert bin.
SCLERANTHUS => Ja oder Nein, Rechts
oder Links, dieser Arzt oder jener Arzt, Medikament oder Bestrahlung? Fragen,
die uns durchaus belasten können, wenn wir auch im Leben dazu neigen, uns schwer
entscheiden zu können. Ich schwanke immer zwischen zwei Möglichkeiten hin und
her, kann mich nicht entscheiden, wäge das dafür und dagegen ständig ab.
SCLERANTHUS kann mich in dieser Phase unterstützen, zu einer klaren Entscheidung
zu kommen.
CERATO => im Grunde genommen habe ich
mich schon für ein bestimmtes Ziel entschieden, aber ich suche nun die
Bestätigung durch andere Menschen, das können Ärzte sein, kompetente
Mitmenschen, das Internet, Bücher. Ich lerne durch CERATO, die Verantwortung
meiner Entscheidung auch zu tragen, meiner Intuition zu folgen.
WALNUT => ch habe meine Entscheidung
bezüglich der Therapie getroffen, neige aber dazu, mich beeinflussen zu lassen,
sei es vom behandelnden Arzt oder meinen Mitmenschen, dies gilt vor allem dann,
wenn ich eine alternative Heilmethode gewählt habe. WALNUT hilft, meine
Persönlichkeit zu stärken, mir selber treu zu bleiben und nicht wie ein Blatt im
Wind hin- und hergeweht zu werden.
Auch während der Therapie kann es zu
den Gefühlen die am Anfang beschrieben wurden (Angst, Ungeduld, Trauma) kommen,
da ich die Blüten dazu schon beschrieben habe, werde ich sie nicht wiederholen.
Es gilt nur immer wieder zu überprüfen, welche Gefühle mich jetzt in meinem
derzeitigen Zustand belasten. Das, was an der Oberfläche vorhanden ist, was ich
aussprechen kann, was mich bewegt, das ist der Teil, der therapiert werden
sollte. Mit der Zeit gelangen wir so an tiefere Bewusstseinsschichten, die
durchaus auch in ursächlichem Zusammenhang mit meiner Krankheit stehen. So kann
ich aktiv, durch die Bewusstwerdung und Verarbeitung meiner negativen Gefühle,
meine Gesundung unterstützen.
Wie gehe ich mit meiner Krankheit und
ihren Folgen um?
Welche Blüten können mir helfen um
negative Verhaltensweisen zu entdecken und zu überwinden?
WILLOW => Das ist nicht fair! Warum
ich? Andere Menschen gehen doch auch gesund durchs Leben, warum geht es mir
anders? Mir fällt es schwer, meine Krankheit zu akzeptieren, ich kann es nicht
klaglos und ohne Verbitterung ertragen. Ich beurteile Mein Leben danach, wie
erfolgreich es verläuft und übersehe dabei das große Ziel im Ganzen zu sehen.
Ich denke, dass ich solch eine harte Prüfung nicht verdient habe, mein Interesse
an den Dingen, die mir früher Freude gemacht haben, lässt nach. Bin ich im
täglichen Leben ein Mensch, der schnell beleidigt und enttäuscht ist, dann kann
mir WILLOW helfen, meine Krankheit zu akzeptieren und konstruktiv an der
Verarbeitung mitzuwirken, anstatt mich schmollend in einer Ecke zu verkriechen.
PINE => ‚Manchmal habe ich das Gefühl,
mich für mein Dasein entschuldigen zu müssen. Jetzt haben fremde Menschen eine
Last mit mir, ich belaste sie. Womöglich ist es sogar meine Schuld, dass ich
krank geworden bin. Weil ich krank bin, werden andere eingeschränkt.’ Solche und
ähnliche Gedanken können den Energiefluss extrem hemmen. Schuldgefühle oder ein
schlechtes Gewissen schwächen die Abwehrkräfte.
ELM => Es liegen
jetzt so viele neue Dinge vor mir, die ich bewältigen muss, das macht mich
momentan mutlos. ELM ist eine Blüte für die Krise bei Überforderung, dies zeigt
sich auch im alltäglichen Leben, viele Mütter sind schlicht und ergreifend
überlastet, weil viel zu viele Aufgaben auf sie einstürzt. Mancher Mensch geht
darin auf und fühlt sich wohl. Bei aller Liebe zu Kind, Mann, Beruf kann es aber
in der Vielzahl der Belastungen zu einem ZUVIEL kommen. Sei es nun ein
Familienfest, das organisiert werden muss, ein gemeinsames Wochenende, für dass
ich vorbereite oder was auch immer. Auf einmal kommen mir Zweifel, ob ich das
überhaupt schaffe, ich bin verunsichert. Dabei lasse ich außer acht, dass ich im
Grunde ein fähiger Mensch bin und diese Aufgabe ein Klacks gegen das ist, was
ich sonst schaffe, aber momentan ist sie halt der Tropfen, der das Fass zum
überlaufen bringt. (physisch gesehen kommt es zu einer Überlastung des frontalen
Cortex und mein Gehirn schaltet auf untergeordnete Tätigkeiten um, so kann es
passieren, dass ich anfange zu bügeln, oder ich zippele rum mit irgend einem
kleinen Tick, obwohl ich eigentlich ganz dringend etwas anderes tun müsste, das
ist eine natürliche Reaktion, weil der Mensch Stress nur in bedingtem Maß
aushalten kann) ELM lässt mich erkennen, was ich delegieren kann, was wichtig
ist, was muss ich zuerst tun, was kann liegen bleiben, wie verhindere ich, dass
ich mir zu viel Aufgaben aufhalse. Ich kann vorsortieren und aktiv bleiben. ELM
ist eine Stimmungsblüte, wird nicht ständig eingesetzt.
IMPATIENS => wenn mir die Heilung nicht
schnell genug geht.
BEECH => Ich bin kritisch in allen
Dingen, niemand kann es mir Recht machen – schwieriger Patient, nörgelig.
CHICORY => Es gibt Menschen, die krank
werden, um Zuwendung zu bekommen oder bemitleidet zu werden. Man hofft, dadurch
die Liebe zu bekommen, die man ihnen als Gesunde vorenthalten hat.
CENTAURY => Als CENTAURY – Typ bin ich
derjenige, der anderen hilft und dadurch auch schon mal meine Grenzen übersehe,
es kann durchaus sein, dass ich durch meine typbezogenen Eigenschaften, mein
eigenes Wohl gänzlich übersehe. CENTAURY hilft mir, mich vor überzogenen
Forderungen anderer abzugrenzen und in begründeten Fällen „NEIN“ sagen zu können
CLEMATIS => Der Lebenskampf erscheint
mir zu schwer, ich erhoffe mir von einer tödlichen Krankheit, von meinen
Problemen die Erlösung zu erhalten. Desinteresse für alltägliches Geschehen.
CRAB APPLE => Mein Körper verändert
sich und ich kann ihn nicht mehr so akzeptieren, ich schäme mich, anders
auszusehen. Wer CRAB APPLE benötigt ekelt sich auch vor bestimmten Dingen.
Ordnung und Reinheit sind ihm wichtig.
HEATHER => mir fällt das Alleinsein
schwer, ich benutze die Krankheit aber, z.B. um Kontakt zu haben, mich mitteilen
zu können.
HOLLY => Ist gereizt, ungenießbar oder
wütend. Starke Aggressionen pflegen sich, wenn sie nicht spontan abreagiert
werden, über körperliche Symptome abzuleiten.
OAK => hält durch und lässt sich nicht
unterkriegen, kämpft, auch wenn es aussichtslos erscheint. Wer OAK benötigt,
muss lernen, sich selber Zeit zu geben, loszulassen
VINE => noch im Krankenbett gebe ich
Anweisungen und sage anderen, was sie zu tun haben..
WATER VIOLET => zieht sich zurück,
bagatellisiert, muss lernen, sich mehr zu öffnen.
WILLOW => zerfließt in Selbstmitleid,
muss lernen, für sich selbst verantwortlich zu sein
Im Verlauf der
Krankheit kommt es zu Phasen der
Depression, Hoffnungslosigkeit und
Verzweiflung und Müdigkeit machen sich breit.
GENTIAN => Ich bin niedergeschlagen,
möglicherweise durch einen Rückschlag in der Behandlung. Ich neige dazu,
pessimistisch zu sein. „Es klappt ja doch nicht.“ kann eine typische Aussage
sein. Ich brauche Ermutigung und fasse durch gutes Zureden wieder Mut. GENTIAN
hilft, einer Depression entgegen zu wirken, gibt Licht und Mut, meinen Weg
weiterzugehen.
GORSE => Ich bin verzweifelt, ich habe
allen Grund für meinen Pessimismus. Wer GORSE benötigt, der hat sich mit seinem
Zustand der Hoffnungslosigkeit abgefunden. „Es hat keinen Sinn mehr.“ Genau wie
bei GENTIAN lasse ich mich überreden, aber mein Kommentar dazu könnte so lauten:
„Gut, ich mache das, aber es wird nichts bringen.“
SWEET CHESTNUT =>
es gibt Momente in meinem Leben, da ist die Qual so groß, dass sie unerträglich
scheint. Ich stehe mit dem Rücken zur Wand. Es gibt keinen Ausweg. Die totale
Verzweiflung. Bach schreibt hierzu:
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WILD ROSE => Resignation – ich habe
abgeschlossen mit meinem Leben, ich will nicht mehr kämpfen. Mein Verlust des
Gesundungswillens verhindert die Heilung, ich ziehe mich innerlich und äußerlich
zurück, werde apathisch und dämmere vor mich hin.
OLIVE => Ich habe mich körperlich und
auch geistig ausgepowert, durch Versorgung der Familie, Krankenpflege, eigene
Krankheit, geistige Arbeit -. Ich bin nur noch müde und möchte meine Ruhe haben,
mir wird alles zuviel. Hier braucht der Körper OLIVE, um wieder selber zu
Kräften kommen zu können. Betrachten wir uns den Olivenbaum, so sehen wir, dass
er selbst unter kärglichen Bedingungen wertvolle Früchte hervorbringt - diese
Botschaft gibt uns dieser Baum.
HORNBEAM => Hier haben wir einen
anderen Aspekt. Ich bin müde, der Gedanke an eine bevorstehende Routinearbeit
macht mich schon müde und ich fange damit gar nicht erst an. Im Gegensatz zu
ELM, wo ich tatsächlich viel Arbeit habe, gibt es bei HORNBEAM gar nicht soo
viel und wenn ich es recht überlege, ist die Arbeit in kurzer Zeit erledigt -
aber der Gedanke daran hindert mich. HORNBEAM ist auch gut geeignet für die, die
morgens schlecht aus dem Bett kommen.
Bei Dr. Blome
fand ich noch einen nützlichen Hinweis in Bezug auf chronische Krankheiten, den
ich gern auszugsweise wiedergebe:
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CHESTNUT BUD => ist eine Blüte, die bei
chronischen Krankheiten eine Wende bringen kann. Was lerne ich nicht aus der
Botschaft der Krankheit, welchen Fehler mache ich immer wieder?
Wie wir aus den
aufgeführten Blüten ersehen, gibt es eine Vielzahl von Reaktionen auf eine
schwerwiegende Erkrankung. Mit Sicherheit werden nicht alle Blüten gleichzeitig
nötig sein. Mit einer aufmerksamen Selbstbetrachtung und Ehrlichkeit sich selbst
gegenüber kann ich feststellen, welche Blüte ich derzeit am meisten benötige. Es
gibt aber durchaus Reaktionen, die ich an mir nicht sehe. Was stört mich an
meinem Nächsten am meisten, was gefällt mir an meinem Gegenüber? Denke ich
einmal nach, warum ich diese oder jene Verhaltensweise ablehne. Hier habe ich
ein Instrument an der Hand, über den Spiegel, den mir mein Mitmensch vorhält,
mich selber zu erkennen.
Bis hierher ging mein Weg und nun ist
es an der Zeit, mich zu lösen, eine andere Seinsebene zu erreichen. Es gilt hier
nicht, den Tod zu verhindern, sondern aus meiner Situation, meinem Leben die
Lehren zu ziehen und umzusetzen, konstruktiv anstatt destruktiv.
ASPEN und ROCK ROSE => reduzieren die
Todesangst
HONEYSUCKLE => hilft auch, Wurzeln der
Vergangenheit zu kappen, es ist die Blüte, die, zusammen mit WALNUT, mich in der
Ablösungsphase unterstützen kann.
MIMULUS => Wenn ich Angst habe vor den
konkreten Dingen: Schmerzen, Umbetten, Infusionen etc.
WALNUT => hilft, Wurzeln zu lösen und
nach vorne zu sehen. WALNUT gibt inneren Frieden.
OAK => verkürzt nutzlose Todeskämpfe
STAR OF BETHLEHEM => gibt mir Trost in
den letzten Stunden
Mechtild Scheffer
schreibt über Bachblütengaben in den letzten Tagen Sterbender:
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Individuelle Bachblütenmischungen
werden in Apotheken hergestellt und verkauft. Es ist dazu also nicht nötig, alle
38 Blüten selber im Haus zu haben. In der Regel wählt man nicht mehr als 6 oder
7 Blüten aus. 4 x 4 Tropfen werden über den Tag verteilt eingenommen. Aber auch
hier handhabe ich die Einnahme meiner persönlichen Mischung stets individuell.
Wenn ich Verlangen danach verspüre, dann nehme ich sie öfter, sogar in 10 –
Minuten – Intervallen. Reaktionen auf die Bachblüten sind sehr unterschiedlich.
Sie können sehr subtil sein und erst dann bemerkt werden, wenn ich mich nach
einigen Wochen selber überprüfe oder in einem Gespräch feststelle, dass
bestimmte negative Verhaltensweisen nicht mehr da sind. Sie lösen sich sozusagen
in Luft auf. Nicht immer geschieht diese Umstellung so einfach.
Es kann in den ersten Tagen (bis
maximal einer Woche) sogar zu einer verstärkten Reaktion und Müdigkeit kommen.
Wir nehmen mit der Einnahme der Bachblüten eine innere Reinigung vor, eine Art
Hausputz – und wie im normalen Leben entsteht erst einmal Unordnung. Es wird
aussortiert, was ich noch brauche oder nicht, es kommt u. U. zu verstärkten
negativen Emotionen, as liegt daran, dass ich mir dieser Disharmonien nun
wesentlich bewusster werde, ich werde durch die Bachblüten darauf aufmerksam
gemacht. „Sieh hin, das ist deine Angst, schau nicht weg, fühle, wie sich die
Angst anfühlt und denke darüber nach, was sie dir sagt, was sie dich lehrt.“ Das
führte in meinem Fall z.B. dazu, dass ich, als ich meine Blüten nahm, vermehrt
Angst empfand. In diesem Fall habe ich mir mit Rescue Remedie helfen können.
Außerdem habe ich die Bachblütengaben verstärkt und mich den Aufgaben gestellt.
In schwierigen Fällen ist es immer hilfreich, kompetenten Rat und Hilfe zu
bekommen. Viele Heilpraktiker arbeiten mit den Bachblüten. Von der
Bach-Foundation gibt es eine Liste der BFRP’s , die nach den Richtlinien von
Edward Bach therapieren:
Bach Foundation
Die Bachblütentherapie ersetzt nicht
Diagnostik und Behandlung niedergelassener Ärzte und Heilpraktiker, sie kann uns
aber in unseren Bemühungen, HEIL zu werden, unterstützen. Mein Artikel soll
keine Beratung ersetzen, die ist sicherlich besser vor Ort zu erhalten. Mein
Ziel ist es lediglich, einmal aufzuzeigen, mit welchen Probleme und
Schwierigkeiten ich konfrontiert werden kann in einer schweren Lebenskrise. Mit
Sicherheit gäbe es noch sehr viel mehr Aspekte zu betrachten, aber dieser
Artikel kann ja auch Ausgangspunkt für Fragen, Anregungen und Überlegungen
werden. Dazu gibt es Gelegenheit in unserem Forum mit dem Thema: Krankheit und
Bachblüten.
Sigrid Reinhardt 11.2.2004
Quellen:
1.)Edward Bach: The Twelve Healers
2.)Mechthild Scheffer: Original
Bach-Blütentherapie, Lehrbuch für die Arzt- und Naturheilpraxis
3.)Dr. med. Götz
Blome; Das neue Bach-Blüten-Buch