Mammi............ich möchte einen Hund !!!!!!

 

Der Tibet Terrier ist kein Terrier, sondern ein tibetanischer Hirtenhund, der eigentlich Tibet Apso heisst. Apso bedeutet „langhaarig wie eine Ziege und das gibt uns bereits eine erste Idee.....Aber nein, ein Tibeter, kurz TT, haart praktisch nicht und stinkt auch nicht nach Hund wenn er nass ist. Der Tibeter wird - spätestens wenn er erwachsen ist - ein zurückhaltender, diskreter, aber immer fröhlicher Hund sein. Er wird sich dauernd in der Nähe seines Besitzers aufhalten wollen . Jederzeit wird er fröhlich aufspringen und für wilde Spielereien bereit sein. Er ist kein Kläffer, beobachtet aber wachsam seine Umgebung und wird furchtlos verbellen, wer sich in sein Revier wagt.

Ein IDEALER Hund also ? Hier beginnt das Problem. Jeder Hund - ob Rassetier oder sympatische Strassenmischung muss erzogen werden. Das bedeutet, dass man sehr viel  (sehr viel ! ) Zeit in die Welpenerziehung investieren SOLLTE. Wenn der kleine Welpe Schuhe anschleppt, die grösser sind als er, sieht das zwar zum Totlachen aus. Aber er wird sehr verwirrt sein, wenn wir ihn plötzlich anbrüllen sollte er unsere schönsten Schuhe als Kauknochen missbrauchen. Wir sollten unserem Welpen ganz schnell beibringen, was MEIN und was DEIN ist. Je weniger wir unsere Stimme erheben, desto besser wird er hinhören. Ein scharfes NEIN jedesmal (!) wenn er etwas tut das er nicht soll, wird ihn schnell lernen lassen was wir von ihm möchten.

Wieso ich das alles schreibe ? Weil leider allzuviele Leute sich von einem süssen Welpen zum Kauf verleiten lassen OHNE sich über den Zeitaufwand, den ein glücklicher Hund braucht, im klaren zu sein. Es genügt eben nicht, einen grossen Garten zu haben. Der junge Hund möchte soziale Kontakte haben, andere Leute und Situationen, aber vorallem andere Hunde treffen können. Nur so kann er lernen, wie er sich benehmen muss, wo er in der Rangordnung hingehört. Der Besuch von Welpenspieltagen oder Hundeschule sind sehr wichtig. Das alles ist nicht gratis und braucht vor allem viel Zeit.

Meinen ersten Hund habe ich geschenkt gekommen - einen Deutschen Schäferhund -  kein Idealhund für einen Anfänger. Darüber wie ein Hund aufgezogen werden sollte habe ich mir damals keine grossen Gedanken gemacht. Aber wenigstens habe ich mir ein Buch gekauft über Rasse und  Erziehung. Ich habe viele Fehler gemacht und zuwenig Geduld gehabt.

Mein zweiter Hund war mein Traumhund - ein Berner Sennenhund - Aber bereits machte ich einen weiteren Kapitalfehler….. Als Kleinkindermutter mit einem neuen Haus fehlte mir die Zeit auf Welpensuche zu gehen. Ich hatte Bekannte, die ihren Berner von jemandem vermittelt bekommen hatten und das wollte ich auch. Als der junge Hund ankam entsprach er überhaupt nicht meinen Vorstellungen, aber ich wollte jetzt endlich meinen Hund. Das Stammbaumzeugnis, an dem mir nicht viel lag würde nachgeliefert werden......der Welpe sei 4 Monate alt. Das war mir eigentlich schon einen Monat zu alt.......aber - siehe oben. Meine kleine Mascia stank wie die Pest und hatte Angst vor allem und jedem, aber vor allem vor Männern mit Besen. Der Stammbaum kam - der Hund war bereits 5 Monate alt gewesen. Kurz, der Welpe war total gestört und hat 9 Jahre lang - so alt wurde er - mit dem Schwanz zwischen den Beinen gefressen, ins Haus mochte er nicht kommen und am liebsten lag er allein  in seinem Hundehaus.

Ich habe mir dann, als Mascia 7 Jahre alt war einen neuen Welpen gesucht und mir vorgenommen, nur das Beste zu akzeptieren. Mein zweites Telefon hatte ich mit einer Frau, die ihren ersten Wurf aufzog. Eigentlich überhaupt nicht was ich wollte. Aber sie sprach so liebevoll von ihren Badeli's und überhaupt nicht von Champions und Schönheit. Sie wollte wissen, ob ich ausser Haus arbeite und was ich in den Ferien mit dem Hund zu tun gedenke. Ich fuhr hin und wusste, das ist meine Züchterin. Wir waren uns auf Anhieb sympatisch. Ich kriegte immer wieder Fotos von meinem Astor, denn ich wohnte 300km weit entfernt.

Eigentlich möchte ich damit nur sagen, WIE wichtig eine liebevolle Kinderstube für einen Hund ist. Ich habe mit den beiden Bärimaetteli-Hunden nie ein Problem gehabt. Quito wurde im ersten Lebensjahr 3 x von Deutschen Schäfern bös zerzaust. Ich war so wütend weil ich befürchtete er könnte jetzt ängstlich oder aggressiv werden, aber als wesensstarker Junghund hat er das problemlos verdaut. Wieviele Hundehalter sind unterwegs mit panischer Angst vor grösseren Hunden und übertragen das auf ihre Vierbeiner ? Der Hund wird immer an der Leine gehalten, darf nicht mit anderen Hunden spielen und entwickelt Frustration und Aggression gegenüber seinen Artgenossen. Es ist kein Vergnügen einen unsozialisierten Hund zu besitzen und wie oft landet so ein Tier im Hundeheim. Dort wird es vielleicht wieder herausgeholt und lebt sein gestörtes Leben weiter. Damit möchte ich nicht behaupten, jeder Hund aus dem Tierheim sei ein Problemhund. Ich kenne einige, von denen ihre Familien begeistert sind. Aber persönlich möchte ich dieses Risiko nicht eingehen, weil ich weiss wieviel Arbeit und Zeit ein Hund kostet.

Leider ist auch der Kauf bei einem Züchter keine Garantie für einen „guten“ Hund. Nach meiner Erfahrung ist die beste Adresse jemand der eine Liebhaber-Zucht betreibt. Eine, vielleicht 2 Hündinnen hat und möglichst auch eine schon ältere Hündin besitzt, was bedeuten würde, dass ein Hund nach getaner Arbeit nicht einfach abgeschoben wird. Nie würde ich einen Hund von einem Züchter mehrerer Hunderassen kaufen. Und ganz bestimmt nicht  im Zoohandel. Wenn wir dem kleinen Racker mit den sanft bettelnden Augen auf dem Strassenmarkt nicht widerstehen können und ihm ein besseres Zuhause geben möchten bezwecken wir damit genau das Gegenteil. Solange diese Hunde verkauft werden können wird fröhlich weiterproduziert.

Auch bei Rassehunden, die billiger angeboten werden als in der Schweiz üblich, ist Vorsicht geboten. Das Eingesparte wird zu oft nachher beim Tierarzt mehrfach ausgegeben. Inzwischen bin ich - vom kräftigen grossen Berner Sennenhund- auf eine kleinere Rasse umgestiegen. Der Tibet Terrier ist jetzt für mich genau der richtige Hund - so wie es früher die Berner waren. Vielleicht habe ich irgendwann einen noch kleineren Begleiter - vielleicht einen West Highland Terrier. Diese sind auch dickköpfig und gehorchen nur wenn es ihnen passt. Genau wie ich.   

 Link zur Rainbow-Bridge-Page  - Dank an meine Hunde.......

    Die Schweizer Hunde-Website - Alles was Sie ueber Hunde wissen wollen

                        Gedanken zum Hundekauf

              Verhütung von Beissunfällen

                         Was Kinder über den Umgang mit Hunden wissen müssen

                         Info zum Herunterladen  vom Bundesamt für Veterinärwesen               

                           

                         AGGRESSIVE HUNDE........warum ?

                     Was ist Tierkommunikation ?

 

                                                                                                                

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hit Counter