AGGRESSIVE HUNDE.........warum ?

                                                

 

Der Tod des kleinen Süleyman in Oberglatt hat mich traurig und zugleich wütend gemacht. Als Hundehalter muss man sich von so einem Ereignis betroffen fühlen. Ich bin mir bewusst, dass viele Menschen Angst oder gar Panik vor Hunden haben und halte meinen Tibet Terrier fast immer an der Leine. Auf übersichtlichen Strecken darf er aber auch frei laufen oder mit anderen Hunden, nach Absprache herumtoben.

Seit über 30 Jahren habe ich immer einen Hundegefährten  - früher Berner Sennenhunde - jetzt einen Tibet Apso.  Jeder von ihnen ist mehrmals von anderen freilaufenden Hunden  "angegriffen" worden. Jeder der Hundehalter hat gesagt, das tue ihr Hund sonst nicht.........Es waren IMMER Hunde der dafür bekannten Rassen oder Mischlinge, bei denen die Herkunft nicht zu übersehen war. Nicht selten wurde MIR der Vorwurf gemacht, es sei halt weil MEIN Hund an der Leine sei............bloss, Saemi knurrt nur wenn er den Missetäter antrifft und hat sonst kaum ein Problem mit angeleinten Hunden.

In den Diskussionen, die jetzt überall zu hören sind wird von kompetenter Seite immer betont, es sei der Mensch und nicht der Hund, der versagt. Das ist grundsätzlich sicher richtig. Aber das beginnt bei der Zucht der Tiere. Ich hatte das Glück, zwei meiner drei Berner Sennenhunden von einer "Züchterin aus Liebe" kaufen zu können. Dort wurden die Welpen mit viel  Liebe betreut. Das könnte man überhaupt nicht bezahlen, wenn man die aufgewendete Zeit berechnen würde. Aber viele möchten mit jungen Hunden  verdienen und geben sie möglicherweise schon mit 6-7 Wochen weg, bevor sie im Rudel alles gelernt haben was für ein geordnetes Hundeleben wichtig ist. Oder jemand will einfach einmal einen Wurf "machen" ohne den Hauch einer Ahnung zu haben wieviel Arbeit dahinter steckt ein Rudel junger Hunde 10 Wochen lang  aufzuziehen und aufs Leben vorzubereiten.  Meinen ersten Berner Sennenhund bekam ich über Umwege - ein Rassentier aus miserabler Zucht. Mascia war ihr Leben lang ängstlich, aber zum Glück  nicht aggressiv. Ich habe also aus eigener Erfahrung gelernt wie wichtig es ist, ein glückliches Hundebaby zu erwerben und mir deshalb immer zuerst die Menschen, welche die Welpen aufziehen, angeschaut.

Ein bereits im Welpenalter durch Menschen verunsicherter Hund wird fast immer ein misstrauischer, unsicherer Hund bleiben, wenn er nicht das Glück hat in kompetente Hände zu geraten. Wesensstarken Hunden hingegen gelingt es eher, mit Rüpelhunden gemachte schlechte Erfahrungen zu verkraften. Astor und Quito v.Bärimätteli, die Berner, wie auch Saemi v. Weingut, der Tibeter, sind trotz solchen Erfahrungen gutmütig geblieben.

Wenn aber der Halter rücksichtslos ist wird es auch der Hund werden, sogar wenn er aus verantwortungsvoller Zucht stammt. Nur.....jene Sorte Tierhalter wird seinen Hund sowieso möglichst billig und schnell erwerben. Eigentlich reicht es, dem Tier in die Augen zu sehen um zu verstehen wie sein Charakter ist. Aber das ist bei den Menschen ja auch so.

 

                                                       

 

 

 

 

 

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